Wie erlebt man eine Deutsche Meisterschaft?

Drei unserer Schützen haben die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft 2017 geschafft und dies sind die Erlebnisse von Stefan Steck, der in der Disziplin .44 Magnum antrat.

Die Schützen kamen aus ganz Deutschland, teils mit Zelten und teils sogar mit dem Wohnwagen, angereist. Da der Andrang so hoch war und ein Parkplatz auf dem Gelände nicht verfügbar war, wurden wir auf einen anderen Parkplatz verwiesen. Shuttlebusse fuhren uns anschließend auf das Gelände. Es war hier also schon alles perfekt organisiert. Als ich das riesige Gelände der Olympia Schießanlage betrat, habe ich Zum Glück ein paar bekannte Gesichter getroffen, die mir dann freundlicherweise bei der Akkreditierung geholfen haben. Dazu gehören das Ausdrucken der Rückennummer und die Waffe zur Kontrolle zu bringen. Da mein „Fanclub“ und Ich noch jede Menge Zeit hatten, konnten wir uns noch gemütlich die ganze Anlage anschauen. Bei anderen Disziplinen wie Doppeltrap, 50m laufende Scheibe, Luftgewehr, Armbrust und 50m KK Dreistellung konnten wir erstklassige Schützen bei ihren Wettkämpfen zuschauen und mitfiebern, sowie ein paar Besuche bei etlichen Händlern und Ausrüstern von A wie Anschütz bis W wie Walther machen. Dann stieg die Anspannung, 45 Minuten vor meinem Start ging es dann darum, mich an die Pistolenhalle zu gewöhnen und sich die Kommandos sowie Abläufe einzuprägen. Pünktlich um 13:30 Uhr kam das Kommando „Schützen die Stände belegen“ und damit stieg meine Nervosität an ihren Höhepunkt. 40 Schuss später stand es dann fest. Die gewohnte und gewünschte Leistung aus dem Training konnte ich leider nicht abrufen. Somit reichte es mir am Ende des Tages mit meinen 369 von möglichen 400 Ringen den 29. Platz von Insgesamt 48 Teilnehmern der Herrenklasse zu belegen. Eine komplette Teilnehmerzahl von 159 Schützen (alle Klassen zusammen) beweisen, dass die Disziplin .44 Magnum keine Randdisziplin ist. Das schönste Erlebnis des Tages war eine Perfekte 50er Serie im 20 Sec Durchgang zu schießen. Da ließ sogar manch einer der Zuschauer vor Begeisterung das Handy fallen.