Das Waffengesetz und die wichtigsten Änderungen

2009

Die Gesetzesänderungen aus dem Jahr 2009 betreffen ausschließlich Waffenbesitzer, sprich Sportschützen, Jäger und Berufswaffenträger. Es kann nicht deutlich genug betont werden, dass wir in der Pflicht sind, diese Gesetze auf das Genaueste zu beachten, um dem Gesetzgeber keine Vorlage zu liefern, weitere Verschärfungen vor zu nehmen, die die Waffenbesitzer in der Ausübung ihres Hobbys, oder sogar Berufs, stark beeinträchtigen können. Auch können durch weitere Verschärfungen hohe Kosten auf die Waffenbesitzer zu kommen.

In Kurzform:

  • Verschärfung der Prüfung des Bedürfnisses
  • Anheben der Altersgrenze für das Schießen mit großkalibrigen Waffen
  • Stärkere Kontrollen der Aufbewahrung von Schusswaffen und Munition
  • Besondere Sicherungen von Kurzwaffen und Waffenschränken
  • Einführung eines nationalen Waffenregisters
  • Übermittlung von Meldedaten bei Zuzug an die Waffenbehörden
  • Möglichkeit der Vernichtung eingezogener Waffen und Munition
  • Strafbewehrung bei vorsätzlichem Verstoß gegen Aufbewahrungsvorschriften
  • Amnestieregelung

Die einzelnen Punkte sind im folgenden kurz erläutert.

Verschärfung der Prüfung des Bedürfnisses

Die Änderung des § 4 Absatz 4 WaffG gibt den Behörden die Möglichkeit, das Fortbestehen des Bedürfnisses des Waffenbesitzes fortlaufend zu prüfen. Bisher wurden nur die Zuverlässigkeit und die persönliche Eignung mindestens alle 3 Jahre geprüft. Die Überschreitung des Grundkontingents an Waffen im Besitz der Sportschützen wird nur noch genehmigt, wenn der Schütze seine regelmäßige Wettkampfteilnahme nachweist. Das Grundkontingent umfasst drei halbautomatische Langwaffen und zwei mehrschüssige Kurzwaffen.

Anheben der Altersgrenze für das Schießen mit großkalibrigen Waffen

§ 27 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 WaffG besagt jetzt, dass Jugendlichen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, das Schießen mit so genannten großkalibrigen Waffen untersagt ist. Es spielt dabei keine Rolle, ob Erziehungsberechtigte ihre Erlaubnis gegeben haben, oder persönlich anwesend sind, es ist schlicht und ergreifend verboten.

Stärkere Kontrollen der Aufbewahrung von Schusswaffen und Munition

Die Maßnahmen zur sicheren Verwahrung der Waffen muss bei Antragstellung einer Besitzerlaubnis nachgewiesen werden.Der Behörde wird jetzt die Möglichkeit gegeben, verdachtsunabhänig „die sorgfältige Aufbewahrung von erlaubnispflichtigen Schusswaffen, Munition oder verbotenen Waffen überprüfen zu können“ (Anm.: es sind tatsächlich auch verbotene Waffen genannt). Wohnräume dürfen gegen den Willen des Waffenbesitzers „nur zur Verhütung dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit betreten werden“.

Besondere Sicherungen von Kurzwaffen und Waffenschränken

Die Änderung von § 36 Absatz 5 WaffG ermöglicht der Gesetzgeber den Verordnungsgebern (Bundesländer!), durch eine Verordnung, die Anforderungen an die Sicherungsdsysteme zur Aufbewahrung von Waffen zu regeln. So können zum Beispiel biometrische Sicherungen an Tresoren Vorschrift werden, oder Sicherungssysteme an den Waffen selbst zur Pflicht werden.

Einführung eines nationalen Waffenregisters

Die EU-Waffenrichtlinie 2008/51/EG vom 21. Mai 2008 schreibt vor, ein computergestütztes Waffenregister in den Mitgliedsstaaten bis Ende 2014 ein zu führen.

Übermittlung von Meldedaten bei Zuzug an die Waffenbehörden

Mit der alten Regelung erfuhr die Waffenbehörde des Kreises beim Umzug eines Waffenbesitzers erst durch die zugesendete Papierakte, dass ein Zuzug statt gefunden hat. Jetzt meldet die Behörde bei Bekanntwerden der Abmeldung der neuen zuständigen Behörde den Zuzug des Waffenbesitzers unmittelbar.

Möglichkeit der Vernichtung eingezogener Waffen und Munition

Eine Waffenbehörde muss eingezogene Waffen jetzt nicht wieder verkaufen, sondern darf sie auch vernichten. Eine Entschädigung muss hierbei an den Besitzer nicht geleistet werden.

Strafbewehrung bei vorsätzlichem Verstoß gegen Aufbewahrungsvorschriften

Ein Verstoß gegen die Aufbewahrungsvorschriften stellt nicht mehr nur ein geringfügiges Vergehen dar, sondern ist eine Straftat.

Amnestieregelung

Besitzern von illegalen Waffen wird Straffreiheit bei der freiwilligen Abgabe gewährt. Nicht ausgenommen ist das Führen einer illegalen Waffe, weshalb der Besitzer einer illegalen Waffe diese tunlichst nicht selbst zur Polizei oder Waffenbehörde bringen sollte, sondern diese abholen lassen muss. Die Straffreiheit gilt allerdings nicht in allen Fällen! Ist die Straftat schon bei der Behörde schon bekannt (zum Beispiel das Führen der illegalen Waffe), oder wenn die Waffe bereits entdeckt wurde, so gilt die Straffreiheit nicht. Im Gesetzestext fehlt auch die Abgabe der eventuell noch vorhandenen Munition, somit liegt es im Ermessen der Behörde dieses Vergehen bei freiwilliger Abgabe zu ahnden, oder nicht.

 


2008

Die Waffengesetzänderungend es Jahres 2008 bringen auch Bürger mit diesem Gesetz in Berührung, die das von sich selbst nie annehmen würden. Leider ist dies bei den Betroffenen so gut wie gar nicht bekannt.

In Kurzform:

  • Verbot des Führens von Anscheinswaffen und bestimmten Messern in der Öffentlichkeit
  • Einführung der Regelung von Blockiersystemen für Erbwaffen
  • Distanz-Elektroimpulsgeräte werden verboten

Die einzelnen Punkte sind im folgenden kurz erläutert.

Verbot des Führens von Anscheinswaffen und bestimmten Messern in der Öffentlichkeit

Alle Imitate von Feuerwaffen unterliegen dem Führungsverbot. Es gibt allerdings die Ausnahme, dass Imitate, die bei Brauchtumsveranstaltungen oder im Spiel eingesetzt werden, geführt werden dürfen. Imitat, die zum Spiel eingesetzt geführt werden dürfen, zeichnen sich z.B. durch eine 50%ige Über- oder Untergröße Form aus. Der Transport von Waffenimitaten ist nur noch in verschlossenen Behältnissen möglich.
Hieb- und Stoßwaffen, nicht verbotene Springmesser und feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12cm dürfen in der Öffentlichkeit nicht mehr geführt werden.

Einführung der Regelung von Blockiersystemen für Erbwaffen

Erben einer Schusswaffe dürfen diese nur noch sicher verwahren und damit behalten, wenn der Erbe sie zusätzlich mit einem amtlich zugelassenen Blockiersystem sichert. Wichtig ist, dass diese Änderung auch für Waffen gilt, die vor der Wirksamkeit dieser Änderung geerbt wurden. Wer bereits Jäger, Sportschütze und Sammler kulturhistorischer Sammlungen ist und damit die Waffensachkunde schon nachgewiesen hat, ist von dieser Gesetzesänderung nicht betroffen.

Distanz-Elektroimpulsgeräte werden verboten

Ab 1. April 2008 sind Distanz-Elektroimpulsgeräte verboten

Quellen:

Bundesministerium des Inneren

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Hauptversammlung 2010

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Sportlich besonders Erwähnenswertes kam vor allem von den Vorderladerschützen, die mit ihren Perkussionpistolen bis hoch zur deutschen Meisterschaften mit sehr ansehnlichen Ergebnissen vertreten waren. Die Mannschaft mit Margit Gruber, Michael Natschke, und Uwe Necker belegte Platz 2 bei den Bezirksmeisterschaften und auf Landesebene 2009 noch Platz 11.

Die jüngste Gruppe des SV Waldenbuch, die Böllerschützen, konnten bei der Versammlung mit dem gelungenen Vortrag des Kommandanten Franz Schönleber glänzen. Er gedachte zuerst des leiblichen Wohls der Versammlung indem er den Anwesenden den „Befehl“ gab, einen Schluck zum Wohl der Böllerschützen zu trinken.

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Aus den Veranstaltungen des Jahres 2009 ist die KK-Stadtmeisterschaft sicher die größte des Vereins gewesen, die nur dank vieler fleißiger Hände gelingen konnte. Für uns Schützen war die große Teilnehmerzahl sicher der erfreulichste Punkt dieser Veranstaltung, da nach den schrecklichen Ereignissen in Winnenden nicht klar war, dass die Meisterschaft den gleichen Anklang finden würde, wie in den Jahren zuvor.

Im Anschluss an die Berichte stand die Wahl des Vorstands und der Ausschussmitglieder an. Peter Arnold wurde als Wahlleiter „verpflichtet“ und führte diese straff durch. Rudi Fritz und Uwe Heinemann wurde beide in ihren Ämtern wieder gewählt und nahmen die Wahl an. Der restliche Vorstand steht erst nächstes Jahr zur Wahl an.

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von links: Werner Gläßer, Ralf Frey, Rudi Fritz, Uwe Heinemann, Dieter Arnold

Natürlich gab es auch in diesem Jahr Ehrungen und Sonderauszeichnungen für verdiente Mitglieder. Im Einzelnen waren dies:

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  • 25 Jahre Mitgliedschaft: Heiko Bayha
  • 40 Jahre Mitgliedschaft: Harry Göpl, Manfred Vohl
  • 50 Jahre Mitgliedschaft: Walter Rebmann, Karl Heinz Bauer, Helmut Katzmaier
  • Sonderauszeichnung: Armin Wiegand, Oliver Kielmayer

Munitionsverkauf

Bei Interesse melden Sie sich an:

Matthias Pracht
EMail: matthias@theprachts.de
Tel.: 0160-97204868

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Para

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Para

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Para

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Makarov

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Para

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Makarov

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Para

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Auto

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16 9mm Para DSC_4811 20 12.-
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19 9mm Para DSC_4815 350 61.-
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Luftgewehr 6.Wettkampf Winterrunde 09/10

Martina Schmid., an Nummer 1 gesetzt, verlor den ersten Punkt mit 370 Ringen gegen Heiko Blöchle mit 376 Ringen. Auch den zweiten Punkt musste dann Thomas Eckert, an Nummer 2 gesetzt, mit 364 Ringen gegen Evelyn Weber mit 368 Ringen abgeben. Werner Gläßer, an Nummer 3 gesetzt, verlor seinen Wettkampf mit 344 Ringen gegen Silke Grassl mit 365 Ringen. Beim Stand von 3:0 waren die Ergebnisse der beiden letzten Begegnungen  unerheblich. Joachim Alber, an Nummer 4 gesetzt, konnte seine starken Trainingsleistungen erneut bestätigen, unterlag jedoch knapp mit 360 Ringen gegen Uwe Hornickel mit 361 Ringen. Carsten Teltscher, an Nummer 5 gesetzt, musste seinen Punkt mit 345 Ringen gegen Matthias Stütz mit 350 Ringen zum Endstand von 5:0 ebenfalls abgeben.
Somit mussten wir die zweite, sehr deutliche Niederlage in dieser Saison hinnehmen. Es bleibt abzuwarten wie sich dies auf die bisherige Platzierung in der Tabelle auswirkt.

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Neue Termine Waffensachkunde und §27-Schein

Lehrgangstermine:

    * Waffensachkunde inklusive Standaufsichten 06/07. Februar 2010 Schützenhaus SG Calw
    *  Wiederladen, Böller rund Vorderladerlehrgang 20-21. März 2010 Schützenhaus SG Calw

 

Die Anmeldung ist nur im Schützenhaus im Aushang möglich. Einzelheiten zu den Lehrgängen entnehmen Sie bitte den angehängten Ausschreibungen.

 

 

 

Böllergruppe

Die Böllergruppe ist eine Abteilung des SV Waldenbuch. Diese sehr umtriebigen Mannen verstehen sich hervorragend auf die „geräuschintensive Vernichtung von Schwarzpulver“. Kameradschaft und der Spaß an der Sache stehen klar im Vordergrund.

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Wer Interesse an der Gruppe und ihren Aktivitäten hat, sollte sich mit dem Kommandanten Franz Schönleber in Verbindung setzen.

Königsadlerschießen 2009

Seit jeher gehört natürlich auch das Königsadlerschießen zum festen Bestandteil des Vereinslebens. Eine Mischung aus gemütlichem Nachmittag und Abend, mit spannendem „Kampf" um die Trophäen, Ehrenscheibe und Königswürde. Wenn nur noch der Rumpf des Adlers zermürbt auf dem Ständer hängt, hält es keinen mehr in der gemütlichen Wirtschaft. Kälte und Verdruss aus den vorangegangen Trophäen (z.B. 100 Schuss auf die Krone) sind vergessen, wenn es darum geht, die letzte Entscheidung herbeizuführen. Wie immer ist es eine Mischung aus ein wenig Glück gepaart mit Treffsicherheit, bis der neue Schützenkönig mit dem Fall des Rumpfes ermittelt ist.
Dauert es mal etwas länger, bis eine Trophäe fällt, entbrennt die alljährliche Diskussion: Ist der Adler zu stabil gebaut, oder die Schützen nicht treffsicher genug. Aber das alles gehört eben dazu, genauso wie die Kälte. Der Termin ist immer im Oktober, und da das Schützenhaus nicht gerade von der Sonne verwöhnt wird, sollte man in der Regel seine Winterstiefel anziehen.
Wenn alle gemütlich beisammen sitzen und auf den neuen Schützenkönig anstoßen sind alle Mühen und die Kälte vergessen.

 
Ein Dank an dieser Stelle an Rudi Fritz, der den (zähen) Adler bastelt und Uwe Heinemann, der unermüdlich die Schießklatte führt und geduldig die Schützen aufruft, wenn Sie wieder mal Ihren Einsatz verpassen. Warum die Beteiligung am Adlerschießen in den letzten Jahren immer ein wenig mau ist, konnte noch nicht so richtig ergründet werden. Also, Ihr Waldenbucher Schützen, kommt vorbei und macht mit, es ist immer ein lustiger Nachmittag.
Im Jahre 2002 wurde eine neue Königskette gestiftet. Denn mittlerweile war die alte Kette buchstäblich „voll". Es konnten kaum noch neue Königsplaketten angebracht werden, mit einer neuen Kette wurde es auch leichter, die Bürde des Amtes zu tragen.